International Youth Meeting

25.10.2020

Trotz allen bisherigen Absagen infolge dem unsäglichen Coronavirus, konnte Swiss Orienteering quasi in den letzten Minuten doch noch ein internationales Meeting durchführen. Mit dem International Youth Meeting im Neuenburger Jura ging für die Junioren- und Jugendkategorien als Ersatz für JWOC und EYSOC 2020 ein Länderkampf gegen Frankreich über die Bühne. Hier geht's zum ausführlichen Bericht.

Bei strömendem Regen kämpften sich die Athletinnen und Athleten am Freitag durch das schon für Weltmeisterschaften legendär gewordene Gelände um Le Cernil. 

Wenig beeindruckt durch das Wetter, konnte Fabian seine Herbstform ausspielen und gewann das Juniorenrennen deutlich. Mit Unsicherheiten auf einer längeren Route (11-12), auf welcher er den Kontakt zur Karte verloren hatte und sich gerade noch auffangen konnte, sowie einem etwas mehr als halbminütigen Fehler auf der Schlussrunde, war er mit seinen 1.:03:37 über die 12.7 Leistungskilometer und 23 Posten doch noch nicht ganz zufrieden. 

Aline Schmucki darf mit ihrem ersten internationalen Rennen, zudem in solch anspruchsvollem Gelände und Wetter wie unter der laufenden, kalten Dusche, zufrieden sein. Nach einem zeitraubenden, grossen Fehler im Postenraum 2 startete Aline eine beherzte Aufholjagd und konnte sich über die 13 Posten noch vor drei Französinnen auf den 5. Rang vorkämpfen. 

Das Schweizerteam dominierte den Freitagswettkampf und holte sich in allen Klassen die Kategoriensiege. Der Samstag zeigte sich mit aufklarendem Wetter bis zu den ersten Starts am Nachmittag von der freundlicheren Seite. Während dem, für diese Jahr wohl letzten internationalen OL- Wettkampf, herrschte dann sogar schönstes Herbstwetter. Im technisch anspruchsvollen Kalkgelände des Bois de la Baume (WMOC-Teilnehmer 2010 erinnern sich nur zu gut), erwarteten die Athletinnen und Athleten trickige Bahnen der Norwegerin Silje Ekroll-Jahren. 

Wiederum war Fabian nicht zu bremsen. Sogar im Vergleich mit der auf der gleichen Bahn laufenden Herren -Elite, konnte sich seine Leistung mit 23.12 über 4.3km/165mH und 16 Posten sehen lassen. Einzig der 8-fache Weltmeister Daniel Hubmann war noch schneller. Ein Zeitverlust infolge Kompassfehler zu Posten 1, brachte Fäbu nicht aus dem Konzept und er sicherte sich den zweiten Sieg vor den beiden Franzosen Axel Pannier (2) und Antoine Becaert (3) mit einem Vorsprung von fast zwei Minuten. 

Erfreulich ist auch der erst zweite internationale Einsatz von Aline Schmucki, Biel zu werten. Die 16- jährige Nachwuchsläuferin erreichte mit einem soliden Lauf in der jüngsten Jugendkategorie den 4. Rang. Kleinere Routenwahlfehler und einige Unsicherheiten im Postenraum verhinderten so nur um eine Minute einen Dreifachsieg der starken Schweizerinnen in der Damen 16 Kategorie, welche von der überlegenen Siegerin des Vortages, Justine Hamel, Neuenburg, vor Rosa Bieri, Aarau und der ersten Französin Alice Merat gewonnen wurde. 

Ausser bei den Juniorinnen, welche die Französin Cécie Calandry als Siegerin sah, dominierten die Schweizer Junioren- und Jugenteams die Mitteldistanz in allen Kategorien. So setzten sich mit Elia Ren (Herren 16) und Pascal Schärer (Herren 18) die Sieger der Langdistanz auch über die Mitteldistanz durch. Mit Alina Niggli gab es bei den Damen 18. OL findet bei jedem schlechten Wetter statt, hingegen kann das Coronavirus die schönsten Wettkämpfe ausbremsen. So musste am Sonntag die abschliessende Staffel kurzfristig abgesagt werden. Bei schönsten Herbstwetter waren so nur vereinzelt Wanderer auf dem Communal de la Sagne anzutreffen. 

Hoffen wir auf bessere Virusprognosen im 2021.
Christian Aebersold

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