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30.04.2016 32. Lysser OL

01.05.2016 61. Bucheggberger OL

M: 02.05.2016 Pfingststaffel

World Orienteering Championships 2012, Swiss 5 Days

Die WOC 2012 World Orienteering Championships fanden im Waadtland statt – von Stadt über Jura und Voralpen bis zum Mittelland (auf über 800m) wurden vielfätige Gelände geboten.

Das Wetter war sehr gut, Sonnen-Schutz war wichtig. Nur an den beiden letzten zwei Tagen war es etwas kühler.

Die Medaillen der Weltmeisterschaften

    Frauen    Männer
Sprint internetTVinternetTV
1. Simone Niggli1. Matthias Kyburz
2. Maja Alm2. Matthias Merz
3. Annika Billstam3. Matthias Müller
Mitteldistanz internetTV
1. Minna Kauppi1. Edgars Bertuks
2. Tove Alexandersson2. Valentin Novikov
3. Tatyana Riabkina3. Fabian Hertner
Langdistanz internetTV
1. Simone Niggli1. Olav Lundanes
2. Minna Kauppi2. Matthias Merz
3. Annika Billstam3. Edgars Bertuks
Staffel internetTV
1. Schweiz1. Tschechien
2. Schweden2. Norwegen
3. Norwegen3. Schweden

Resultate der Swiss 5 Days

Etappe 1, Etappe 2, Etappe 3, Etappe 4, Etappe 5

Ein Erlebnis-Bericht von Röbu

Nach der schweren Muskel-Verletzung an der Pfi-Sta 2011, hatte ich im Frühling wieder etwas trainieren können, was prompt dazu geführt hat, dass sich ein altes Problem im linken Knie wieder bemerkbar gemacht hat. Zwei Wochen vor dem Anlass habe ich dann auf dem nassen Küchenboden einen unfreiwilligen Spagat gemacht, den die rechte Leiste nicht lustig fand. So war die Frage, wie viele Meter und Tage ich überhaupt mit-laufen/gehen könnte.

14.07.2012, Westwärts gegen den Westwind: alles im Velo-Anhänger verstaut geht es nach Basel und von dort Richtung Loire und Atlantik – das ist das Vorhaben eines Nachbarn. Ich steige mit Velo in den Zug bis nach Moudon und versuche dann auf der Veloroute 44 nach Lausanne zu gelangen. Nach ca. 3km sehe ich keinen Velo-Wegweiser mehr und fahre der Nase nach dem Westwind entgegen. Ohne es zu wissen fahre ich so erst 1km westlich der Veloroute. Im Nachhinein stellt sich diese Variante als kürzer und weniger steil heraus. Bei Mollie-Margot treffe ich dann wieder auf die 44, die ich dann bei Croisettes wieder verliere. Nach einer Abfahrt durch Lausanne komme ich nach Ouchy und zum Zeltplatz.

Den Sprint-Finals in Ouchy zuzusehen war sehr interessant. Im 'Gelände' unterwegs konnten wir auf den Spuren der LäuferInnen die eine oder andere Routen-Wahl nachvollziehen. Sprint, TV Frauen

15.07.2012, Sprint, Lausanne - Dorigny: die Sonne versteckt sich erst noch hinter den Wolken, für den Wettkampf ist das sehr angenehm. Die Routen-Wahl 2-3 wurde durch eine nicht überquerbare Mauer verhindert:
Sprint, P2-3
Diese Route wäre die schnellste und einfachste gewesen, also uninteressant ;-).
Vor P13 meldete sich dann die Leiste und ich musste etwas langsamer fertig laufen. Nach P.17 war ich kurz etwas desorientiert und von P.19 weg habe ich die Rampe zwischen den dicken schwarzen Strichen erst nicht gesehen.
Sprint, P17-19

Tour de Sauvabelin Aussicht vom Tour de Sauvabelin Am Nachmittag habe ich noch eine Tour durch die Stadt gemacht, beginnend beim Sauvabelin und seinem Turm, von dem man eine schöne Aussicht vom Jura über den See bis zu den Alpen hat. am See Schöne Stimmungen gibt es abends am See. Die Parks, nicht nur jene am See, bieten jeden Abend Platz für Grilladen, Spiel und Spass, die fleissig genutzt werden.

16.07.2012, St-George: um die Beine nicht zu überfordern versuchte ich möglichst ökonomische Routen zu wählen, was nicht immer gelungen ist. Vor P.5 hat sich die Leiste schon wieder bemerkbar gemacht, also bitte langsamer. P.11-12 habe ich trotz Dunkelgrün gut getroffen.
E2, P11-12
Die Routen-Wahlen P.13-14 und 16-17 zeige ich hier lieber nicht – solche Umsetzungs-Schwächen passieren, wenn der Körper dem Geist kein Sauerstoff gönnt.

17.07.2012, La Givrine: mit dem steinigen Boden und dem dichten Bewuchs ist das Halten der Richtung noch mal schwieriger als Tags zuvor.

E3, P5-6 E3, P7-9
Ich wollte mal etwas weniger stolpern und bin deshalb auf den Pfad runter. Auf der Kante wäre es genau so schnell gewesen...
Nach P.7 habe ich dann wieder mal nichts kontrolliert und im Offenen nach P.8 den Kompass ignoriert.

Vom 'Stau' auf dem Weg nach Lausanne habe ich nichts mitbekommen, weil ich derweil auf La Dôle war.

Hier die Aussicht gegen Norden Panorama La Dôle Nord
und hier gegen Süden. Panorama La Dôle Süd
Auf der Talfahrt von St-Cergue war der Zug voll mit Besuchern vom Paléo Festival.

18.07.2012, Bretaye: die erste Routen-Wahl habe ich nicht verstanden, mir entging die Route im Norden. Ich liess mich wohl vom Karten-Rand irritieren, obwohl das nicht das erste Mal war, dass mir im alpinen Gelände so was vorgesetzt wurde.
E4, P1-2
Zu P.7 hätte man auch direkter laufen können, ich bevorzugte die lange und sichere Route im Süden um die Büsche herum.
E4, P7-8
Von P.7 zu 8 gibt es drei Routen. Die südlichste verteilt die Höhe am besten und dürfte daher am schnellsten sein. Dann kam noch P.19 bei dem ich erst bei der Kuppe nördlich vorbei kam und den Posten doch um 10m überlief, weil mir dieser Stein grösser erschien – bin ja froh, dass ich diese Karte nicht aufnehmen musste.
E4, P19-20
Wieso ich mit den müden Beinen noch auf die Idee kam hinunter und wieder hinauf zu laufen ist wohl dem Herden-Trieb zuzuschreiben.

Bei der Anreise hatte ich mein Velo in Aigle parkiert und fuhr nun gemütlich erst der Rhone dann dem See entlang nach Montreux. Den Besuch im Schloss Chillon habe ich auf später verschoben, ich war zu müde. Chillon

19.07.2012, ab nach Hause: weil meine Beine nach vier Läufen genug hatten. So habe ich am Morgen mein Zelt wieder aufs Velo gepackt, bin mit der m2 nach Croisettes gefahren um dann auf Umwegen nach Châlet-à-Gobet zu gelangen und dem Langdistanz-Final zuzuschauen. Dann strampelte ich auf dem Veloweg 44 bis nach Moudon (diesmal habe ich ihn nicht verloren). Von da bis Kerzers gings mit dem Zug; den letzten Teil bin ich wieder selbst gefahren.

20.07.2012, Jorat: da kann ich leider nichts von erzählen, war schon zu Hause.

21.07.2012, Staffel: habe ich zu Hause am Compi verfolgt (GPS und TV). Toll dass den Frauen ein super Wettkampf mit zwei Aufholaktionen von Ines und Judith und einem sauberen Lauf von Sime gelungen ist. Herzliche Gratulation zum Staffel-Weltmeister-Titel.
Staffel-Zuschauer Die Männer waren nah dran, ein paar Konkurrenten hatten einen bessern Tag. Ist ja nicht weiter schlimm, nach der Sprint-Dominanz und den Medaillen in Mittel- und Langdistanz dürfen sich nun noch mehr Nationen und Läufer freuen – ist doch schön.

Danke allen, die dazu beigetragen haben, die WOC 2012 und die Zuschauer-Läufe zu organisieren.

Link zum OL im internetTV.ch

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