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30.04.2016 32. Lysser OL

01.05.2016 61. Bucheggberger OL

M: 02.05.2016 Pfingststaffel

Swiss O Week 2009

Wie vor 13 Jahren fand in der Zentral-Schweiz wieder ein 6-Tage-OL statt. Die Swiss O Week war diesmal vom 2.-8. August im Muotatal zu Gast.

Man konnte ja nicht erwarten, dass das Wetter gleich wieder so gut werden würde wie in Zermatt Anno 2007. Die Wettkämpfe und das Camping-Gelände wurden angesichts der Regenfälle rund um das Muotatal herum nur leicht beeinträchtigt.

Herausragende Leistungen

Links auf die Ranglisten

Ein Erlebnis-Bericht von Röbu

Ah – einen Moment noch. Erst muss ich noch die Zelte trocknen, imprägnieren und die Heringe putzen und wieder in Form bringen.

02.08.2009, E1, Schwyz: es regnete mehr oder weniger stark, gegen Abend hörte es auf. Nach meinem nicht optimalen Lauf konnte ich mit Familie so noch eine fast trockene Auslauf-Runde machen.

03.08.2009, E2, Schwialppass: die zweite Regen-Etappe, allerdings überwiegen die Wolken und nicht die Tropfen daraus. Der Einstieg in die Karst-Felder gelang gut – immer auf der Karte bleiben war das Motto. Kaum diese technischen Schwierigkeiten hinter mir, kam der erste Patzer zu P.8. E2, P8
Anstatt nach dem Hügel nach Kompass zu laufen, versuchte ich das Gelände zu lesen... Ah, da ist ja der Hügel, noch drum herum und – ooops, da gehts nach unten. Nun, das war nicht der letzte Schlenker dieser Etappe. Vor und nach P.12 kamen noch zwei hinzu und vor P.13 wollte ich auf einem Weg durch den Graben, den ich leider übersah. Auf dem Weg vom letzten Posten ins Ziel forcierte ich etwas zu stark, was ein leichtes Ziehen im rechten hinteren Oberschenkel zur Folge hat.

Auf dem Zeltplatz scheint es dauernd geregnet zu haben und am Abend sammelt sich das Wasser nicht nur auf dem einen oder anderen Zelt-Dach sondern auch auf dem schon vollgesogenen Boden. Die Organisatoren offerieren den überschwemmten Zeltlern, in der Turnhalle zu nächtigen. So ziehen einige von uns mit Schlafsack und möglichst wenig Utensilien um (meine Frauen auch). Ich lasse mich erst mal nicht vertreiben, spanne das eine oder andere Zelt nach und dann geniessen wir den Herren-Abend im gastlichen FC-Klubhaus.

03.08.2009, E3, Glattalp: die Bahnen auf der westlich gelegenen Ruosalp konnten wegen der Hochwasser führenden Bäche trotz sonnigem Wetter nicht genutzt werden und so kamen jene LäuferInnen zu einem zweiten sonnigen Ruhetag, welchen einige im Tierpark Goldau verbrachten.
Nach dem langen Aufstieg bot die Glattalp ein schönes Panorama und herrliches alpines Lauf-Gelände. So sah ich schon auf dem Weg zu P.2 Claude weit vor mir, ohne dass ich den Eindruck hatte ihm näher zu kommen. Zu P.4 wählte ich absichtlich eine westliche Umlauf-Route, was sich aber nicht auszahlte. Nach dem Zwischenhalt beim Trink-Becher galt es die Richtung zu P.5 im Karst zu finden. Das war ob dem Auf und Ab nicht so einfach und wer die Fels-Bänder im Hang oben anvisierte, hatte es etwas leichter (das fand ich erst viel später heraus). Zu P.6 war eindeutig Kompass-Laufen angesagt, bevor zu P.7 drei Viertel Grob- und ein Viertel Fein-Orientierung mit hohem Tempo notwendig waren.
Wie ihr sicher merkt, ist es mir an dieser Etappe gut gelaufen, sonst würde ich nicht so viel darüber schreiben. Ohne Dämpfer kam ich nicht davon. Durch das höhere Tempo ermüdet, verlor ich im Posten-Raum 11 30 Sekunden und die Routen-Wahl zu P.12 lässt das vorausschauende Element vermissen.
E3, P11-12

Am OL-freien sonnigen Mittwoch gingen wir noch mal in den Tierpark Goldau. Tierpark Goldau Der Zeltplatz konnte weiter abtrocknen und ein fleissiger Gemeinde-Arbeiter räumte den auf den ausgelegten Geh-Wegen entstandenen Matsch fort. Am Abend fand noch ein Fussballspiel des FC Muotathal statt. Die sonst übliche Zuschauerkulisse ist mir nicht bekannt, aber an diesem Spiel war sie sehenswert und weitherum hörbar.

03.08.2009, E4, Chinzig-Seenalp: die vorgezogene 6. Etappe, weil im südlich gelegenen Riemenstaldner Tal die heftigen Regenfälle Erdrutsche zur Folge hatten, die auch die Strasse verschütteten.
Das Fazit meines Laufes vorne weg: je näher ich mich beim Posten wähnte, desto weiter war ich davon entfernt. Das begann konzept-los bei P.1 und hatte Spitzen bei P.4 (11', da hatte ich schon aufgegeben)
E4, P4
und P.14 (unten links, 10').
E4, P14
Auch bei P.7 (2'), P.10 (1'), P.12 (1') und P.16 (2') kamen noch zu viele Unsicherheiten hinzu. Zusammen habe ich so mindestens 27' verlaueret.
Zum Glück konnte ich noch mit meinen Frauen Fm laufen, was schon wieder wesentlich besser ging, wenn auch nicht ganz ohne Unsicherheiten.
Um meinen verpatzten Lauf zu verdauen, musste ich dann nach Muotathal laufen.

03.08.2009, E5, Gibel: ruppiger Boden und sehr eingeschränkte Sicht machten die erste Begegnung mit diesem wunderbaren Lauf-Gebiet schwierig. Zu P.2 hatte ich kurz vor dem Posten-Raum den Faden verloren E5, P2 und bei P.3 verlor ich nach einer wirren Route kurz vor der Flagge die Geduld. E5, P3 Dann lief es relativ gut, bis P.13 meinen Schwung wieder bremste. Es brauchte vier Anläufe, bis ich zum tief liegenden Posten abstieg. E5, P13
Trotz Sonnenschein wagten sich meine Frauen an diesem Tag nicht allein in den Wald. Und da ich viel zu lange Posten suchte, reichte es nicht mehr, die Fm-Bahn mit ihnen zu absolvieren – die letzt-mögliche Start-Zeit war vorbei. Nachdem alle unseres Vereins gesund und munter dem Gibel wieder entronnen und auf dem letzten Transport waren, spazierte ich mit Camille (mit dem Regen- als Sonnen-Schirm) zur Tal-Station der Stoos-Bahn.

03.08.2009, E6, Gibel: da an einen Transport ins Riemenstaldner Tal weiterhin nicht in Frage kam, entschlossen sich die Organisatoren zu einer arbeitsreichen Nacht und boten uns noch einmal Spektakel im Gibel. So konnten wir versuchen, besser mit dem herausfordernden Geläde zurecht zu kommen als Tags zuvor.
Diesmal war bei feuchtem Wetter ein Anmarsch von der Tal-Station Stoos (gleicher Weg wie oben) und Abzeichnen angesagt. Zu P.6 konnte ich Karte und Gelände nicht in Übereinstimmung bringen E6, P6 und bei P.10 hatte ich die falsche Posten-Nummer im Kopf, was eine Zusatz-Runde zur Folge hatte – man könnte ja auch erst die Nummer auf der Posten-Beschreibung nachsehen. E6, P10
Zum Dessert konnte ich noch mit meinen Frauen die auch nicht gerade einfache Fm-Runde drehen, da ich diesmal meine Lauf-Zeit wesentlich besser eingeschätzt hatte.
Die Zelte (und auch einige andere Dinge) mussten wir nass einpacken. Die kommenden Tage waren in unserer Region sonnig, der Wind blies auch und so war das Trocknen kein Problem.

Danke allen, die dazu beigetragen haben, die SOW 2009 stattfinden zu lassen.